Thomas W. H. Koppermann präsentiert:

- Die private Homepage über "fast alles", was auf Schienen fährt (Vorbild und Modell) -

 

 

 



Meine
kleine H0e-Modellbahnanlage
 

 

- noch im Aufbau -

 

(letzte Änderung: 14.01.2021)

 


Nach sehr langer Zeit der Modellbahn-Abstinenz ohne Anlage habe ich vor kurzem meine alten (Rest-)Bestände

hervor gekramt, gesichtet und für ausreichend befunden, um nun doch mal wieder eine kleine Anlage aufzubauen.

 

Ein Bild aus meiner Jugendzeit

 

Für mich als Schmalspur- und Feldbahnfreund muss es natürlich eine schmalspurige Anlage sein, also H0e (9 mm).

Da mir nur ein begrenzter Platz zur Verfügung steht, musste ich mich in der Anlagengröße sehr beschränken.

 

Dabei kam mir ein Umstand zu Hilfe, der auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheint:

Den Grundrahmen bildet ein solider Rahmen aus massivem Eichenholz, der vor längerer Zeit beim Zerlegen eines

Orgel-Spieltisches übrig geblieben ist und mir seitdem im Wege stand. (Orgeln sind ja eines meiner anderen Hobbys.)

 

Für das Anlagenthema wählte ich eine ländliche Gegend, die durch einen leicht hügeligen Hintergrund unterstützt wird

und mir ermöglicht, einen Kleinstadtbahnhof, eine ländliche Haltestelle sowie kleine Wirtschaftsbetriebe,

die Güter auf die Bahn verladen (z. B. Holz, Kies u. ä.), unterzubringen.

 

Da ich besonderen Wert auf eine vielfältige, ansprechende Landschaftsgestaltung lege, soll es auch ein wenig

Felslandschaft mit Burgruinen und Freizeitmöglichkeiten wie Camping und Badesee geben und möglichst auch

einen kleinen Flusslauf mit Bootshafen.

 

Aus Platzgründen verzichte ich auf Wohn- und Geschäftshäuser; solche Bauten werden im Hintergrund dargestellt.

Außerdem wird es nur die allernötigsten Straßen und Wege geben, um keinen Platz zu verschwenden.

 

Hier ist schon mal das grobe Konzept, auf provisorisch lose ausgelegten Gleisen als Vorentwurf am PC erstellt

 und mit Notizen ergänzt (die tatsächliche Ausführung ergibt sich während des Anlagenbaus):

 

 

Der im Vordergrund angeordnete Kleinstadt-Bahnhof bietet zahlreiche Abstell- und Rangiermöglichkeiten,

was einen abwechslungsreichen Betrieb ermöglicht, so dass das Spielen nicht zu kurz kommt.

 

Nun ein Blick auf die einzelnen Baustufen:

 

Da ich "altersgerecht" und "rückenfreundlich" bauen und spielen möchte und

einen annähernd realistischen Blick in die Anlage und nicht von oben herab schätze,

erhielt der oben beschriebene Holzrahmen 4 Beine (50 cm hoch) und eine leichte

Weichfaser-Grundplatte (d = 1 cm) und wird auf einem Tisch stehen, so dass man die Bahn

später auf Augenhöhe hat und den Raum unter der Anlage weiter für Ablagezwecke nutzen kann.

(So erreicht man auch gut die Anlagenunterseite mit der Verkabelung der Elektrik

und muss sich dazu nicht auf den Boden legen.)

 

 

Natürlich weiß ich, dass man eigentlich keine Modellbahn auf einer einzigen Ebene (= Platte) aufbauen sollte,

da beim Vorbild auch nicht alles eben ist, und weil es ohne unterschiedliche Geländehöhen

schnell langweilig wirken kann, wenn man die ganze Anlage mit einem Blick überschauen kann.

Für Hügel, Berge, Schluchten, Brücken und verschlungene Gleisführungen bietet die Anlagengröße aber keinen Platz,

so dass ich einen Kompromiss eingehen muss und versuchen werde, alles per Geländegestaltung aufzulockern.

 

Für die Montage eines Hintergrundes habe ich an drei Seiten eine leichte Holzplattenwand (aus Sperrholz- und

Hartfaser-Resten) befestigt, die als Träger für leichte, biegbare PVC-Platten (aus dem Baumarkt) dient (hier grau).

Auf diesen Platten, die ich für die Ecken mit Heißluft rund gebogen habe, wird später der Bildhintergrund montiert

(H = 25 cm).

 

 

Wie man im Bild sieht, ist die tragende Konstruktion der Rückwand etwas zu niedrig ausgefallen,

da ich Material verwenden wollte, welches ich ohnehin in der Hobby-Werkstatt

zur Verfügung hatte und verbraucht werden sollte.

 

Das Hintergrundbild entsteht aus zwei Schichten:

Im ersten Arbeitsgang wird der Himmel-Hintergrund aufgebracht, der bei mir aus drei Teilen besteht.

Um eine saubere, blasen- und faltenfreie Anbringung des Himmels ohne wasserhaltigen Leim zu

gewährleisten, habe ich mich für doppelseitige Klebefolie entschieden, die sehr gut zu verarbeiten ist.

 

 

Im oberen Bild ist zu erkennen, wie ich den Himmel auf die Klebefolie aufgelegt habe

und das Abdeckpapier langsam Stück für Stück abziehe und dabei den Himmel andrücke.

 

Im unteren Bild ist der mittlere Teil bereits an der PVC-Rückwand angebracht

(auch hier wird das Abdeckpapier langsam Stück für Stück von der Klebeschicht abgezogen, während man

diese langsam und gleichmäßig an die Rückwand andrückt und dabei eventuelle Luftblasen heraus streicht).

 

 

Sobald der Himmel vollständig angebracht und der obere Überstand abgeschnitten ist, ergibt sich folgendes Bild,

mit dem ich schon mal sehr zufrieden bin (einen Hintergrund hatte ich bisher noch nie gebaut):

 

 

Die Rückwand kann nun mit dem Landschaftsbild vervollständigt werden.

Dieses hatte ich vor vielen Jahren mal auf einer Modellbahnbörse gekauft und zeigt

eine ländliche, leicht hügelige, britisch aussehende Landschaft, die gut zu meinem Konzept passt.

 

Die mehrteilige, an den Konturen exakt ausgeschnittene Landschaftsdarstellung habe ich

vollflächig mit "OVALIT®"-Spezialkleber eingestrichen und auf den Himmel-Hintergrund geklebt:

 

 

Oben: linke Seite und Mitte, unten: rechte Seite (unfertig).

 

 

Die rechte Seite des Hintergrundes ist hier noch nicht fertig gestellt, da sich in dem schwarz eingefärbten Teil der Anlage

ein kleiner Tunnel befinden wird und die Landschaft darüber an den sich ergebenden Berg angepasst werden muss.

 

Für die Geländeplanung ("was passt bzw. kommt wohin?") habe ich zunächst die Gleise lose ausgelegt

und die favorisierten Gestaltungselemente wie Gebäude usw. an die dafür vorgesehenen

bzw. passenden Stellen gestellt und so lange verändert, bis es mir zusagte.

 

 

 

Der Wismarer Schienenbus dient mir wegen seiner extremen Breite

als Hilfe beim Festlegen von Maßen für Bahnsteige, Tunnel, Lichträume usw.

 

 


 

Nach der Planung beginnt der Aufbau erster Geländeteile, das ist hier der Tunnel mit der oberen Ebene.

 

 

Hier ist schon zu erkennen, dass sich die Burgruine im Hintergrundbild

und meine eingeplanten Burgruinen sehr gut ergänzen werden.

 

Hier ist das Hintergrundbild noch nicht an die seitlich anschließenden Teile  angepasst;

dies erfolgt erst, nachdem die obere Ebene fertig aufgeleimt ist.

 

 

Die Tunnelportale und Flügelmauern habe ich aus strukturierten PVC-Platten (diese hier sind von kibri®) zugeschnitten

und mittels angeleimter Holzklötzchen in Position gebracht und damit die Fixpunkte für die obere Ebene gesetzt.

 

 

Tunnel-Seitenwände sind für mich unverzichtbar, da man zum einen an den Portalen in den Tunnel

hineinsehen kann, und zum anderen helfen die Wände, dass man bei Entgleisungen im Tunnel die Fahrzeuge

leichter heraus ziehen kann, ohne um die Stützen oder in der hintersten Ecke herumfummeln zu müssen.

 

 

Kleiner Tipp: Die starren, geraden Profile für die  Tunnelportalbögen (hier PVC-Profile von FALLER®)

habe ich kurz in fast siedendes Wasser gehalten und dann sofort in die passende Rundung gebogen.

(Man kann natürlich auch fertige Tunnelportale kaufen und einbauen; diese sind aber nicht individuell,

und ich wollte unbedingt Material aus meinem Bestand verbrauchen.)

 

Wer es noch realistischer haben möchte, kann an die Portale noch einige cm ausgerundete Tunnelgewölbe anfügen

(dies ist jedoch bei im Bogen verlaufenden Gleisen nur schwer möglich, deshalb habe ich zugunsten der Wand darauf verzichtet).

 

 

Bevor der Tunnel endgültig abgedeckt wird, muss das im Tunnel verlaufende Gleis besonders

sorgfältig verlegt und befestigt werden, denn spätere Korrekturen sind nicht mehr möglich!

 

 

(Fortsetzung folgt nach Baufortschritt.)

 


 

Selbstbau eines Statik-Begrasungs-Gerätes

 


 


www.Bahnseiten.de

Modellbahn-Index

EGGER-BAHN H0e

1 Seite zurück

Impressum

Kontakt

 


 
© Thomas W. H. Koppermann, Bälau, Deutschland (Germany)