Thomas W. H. Koppermann präsentiert: 


  

Titelgrafik Kirchenorgeln - Copyright: twhk
 

Die Orgel der evangelischen Kirche in Nusse

(Schleswig-Holstein)

 
(zuletzt geändert: 15.04.2019)

 


 

Die Kirche in Nusse gehört zur Ev.-Luth. Kirchengemeinde Nusse - Behlendorf im "Kirchenkreis Lübeck - Lauenburg".

 

Der aktuelle Kirchenbau stammt aus den Jahren 1838/1839 (errichtet auf den Grundmauern des Vorgängerbaus),

das hohe Dach in der heutigen Form sowie der mächtige Turm stammen aus den Jahren 1914/1915.

 

Meine Fotos entstanden anlässlich eines Konzertbesuchs im April 2019.

 

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Blick in den reich verzierten Altarraum mit seinem wunderschönen Sternenhimmel;

eine Besonderheit ist der Kanzelaltar, bei sich dem die Kanzel oberhalb hinter dem Altar befindet.

 

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Das Kirchenschiff hat großzügige, breite Emporen an drei Seiten.

 

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Die Brüstungen der Emporen sind mit reichen Verzierungen und Inschriften versehen.

 

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Die Emporen haben jeweils Treppenzugänge an beiden Enden und bieten viel Platz.

 

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Blick von der Nordempore zum Kanzelaltar.

 

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Durch diese Bogenöffnung der Empore hat man freien Blick auf die Orgel.

 

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Auch auf der Orgelempore gibt es Bankreihen mit Blick zum Altarraum.

 

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Die Orgel ist 1839 durch den Lübecker Orgelbauer Theodor Vogt (1811 - 1884) erbaut worden,

von dem nur noch eine einzige weitere Orgel erhalten ist (Jakobi-Kirche Lübeck).

 

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So sehen Kirchenbesucher die Orgel aus dem Erdgeschoss des Kirchenraumes.

Auch hier findet man die reich verzierten Brüstungselemente und Inschriften.

 

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Der ins Orgelgehäuse integrierte Orgelschrank mit dem Spieltisch.

 

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Das Instrument besitzt 1.179 Pfeifen in 19 Registern auf zwei Manualen und Pedal

(Disposition siehe weiter unten).

Spieltraktur und Registertraktur (Schleifladen) sind mechanisch.

 

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Der Tonumfang der Manuale für Hauptwerk und Oberwerk reicht von C bis d³,

das Pedal hat einen Tonumfang von C bis d',

für die drei vorhandenen Koppeln gibt es Koppeltritte (I-P / II-P / II-I).

 

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Die seitlich links und rechts am Spieltisch angeordneten Registerzüge (Manubrien)

(statt der unschönen Klebezettel hätte man hier sicher eine gefälligere Lösung finden können).

 

Wie oben schon erwähnt, ist die Orgel 1839 durch den Lübecker Orgelbauer Theodor Vogt erbaut worden,

1888 wurde das Register Posaune 16' eingebaut, das aus der großen Orgel der Lübecker Marienkirche stammt,

1957 und 1964 baute Klaus Becker (Kupfermühle) die Orgel in zwei Phasen um und veränderte ihre Disposition,

1989 restaurierte G. Christian Lobback aus Neuendeich (bei Uetersen) die Orgel.

 

Disposition (seit 1989)

(die Schriftfarben entsprechen der Beschriftung der Registerschilder)

I = Hauptwerk (C–d3)

(Winddruck: 65 mm WS)

II = Oberwerk (C–d3)

(Winddruck: 60 mm WS)

P = Pedal (C–d1)

(Winddruck: 75 mm WS)

1 = Prinzipal 8′ 11 = Salicional 8'   9 = Subbass 16'
2 = Gedackt 8' 12 = Rohrpfeife 8' 10 = Prinzipal 8' (Oktave 8')
3 = Oktave 4' 13 = Prinzipal 4' 18 = Choralbass 4'
4 = Spitzflöte 4' 14 = Rohrflöte 4' 19 = Posaune 16'
5 = Quinte 2-2/3' 15 = Hohlflöte 2'  
6 = Oktave 2' 16 = Sesquialtera 2-fach
7 = Mixtur 4-fach (1-1/3') 17 = Scharf 3-fach (1')
8 = Trompete 8'  
  20 = Tremulant 21 = Zimbelstern

 

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(Textquellen: Kirchengemeinde, Orgbase Datenbank, Wikipedia)

 


 

(Hier finden Sie auch meine E-Mail-Adresse)

 

    

 

 


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