Thomas W. H. Koppermann präsentiert: 


  

Titelgrafik Kirchenorgeln - Copyright: twhk
 

Die St.-Nicolai-Kirche in Mölln

 
(zuletzt geändert: 01.10.2018)

 

 


 

Die Scherer-Bünting-Orgel

(Zustand bis zu ihrer Demontage im September 2018)

 

Die historische Scherer-Bünting-Orgel der St.-Nicolai-Kirche

 

Wie man sieht, füllt die Orgel den gesamten Raum über dem Eingang an der Rückwand des Haupt-Kirchenschiffs aus,

 so dass es auf der Orgelempore außer für die Organistin / den Organisten kaum Platz für weitere Personen gibt.

 

 

Der Prospekt der Orgel in der St. Nicolai-Kirche zu Mölln stammt aus den Jahren 1755 – 1766

von der Lübecker Orgelbauwerkstatt Christoph-Julius Bünting.

Einige Register von ihm sind noch im Hauptwerk erhalten,

die übrigen Pfeifen entstanden in der Zeit vom frühen 15. Jh. bis zum 20. Jh.

Berühmte Orgelbaumeister wie Jacob Scherer (Hauptwerk von 1558), Hans Köster (Rückpositiv von 1568)

und Friedrich Stellwagen (1639) haben ihre Handschrift an dieser Orgel hinterlassen.

Die Orgel gehört zu den ältesten in Deutschland.

Kirchengemeinde und Orgelbauverein haben eine Rekonstruktion dieses historisch wertvollen Instrumentes in Auftrag gegeben.

(Quelle: Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Mölln)

 

 

Der elektrifizierte Spieltisch (wird komplett durch einen Neubau ersetzt)

   

 

Links von den Manualen befanden sich die Registerschalter für alle Werke sowie die Koppeln, ...

 

... rechts befanden sich Setzer, Zungenabsteller, Tremulantensteuerung und Hauptschalter für den Gebläsemotor.

 

    

Ein Blick ins (bisherige) Innere der Orgel

 

Zungenpfeifen im Brustwerk

 

Disposition der Orgel (bis IX. 2018):

Hauptwerk: Rückpositiv: Brustwerk: Pedal: Sonstiges:

Quintade 16‘

Prinzipal 8‘

Gedackt 8‘

Spitzflöte 8‘

Oktave 4‘

Rohrflöte 4‘

Quinte 2 2/3‘

Oktave 2‘

Terz 1 3/5‘

Sifflöte 1‘

Mixtur 4fach

Zimbel 3fach

Schalmey 8‘

 

Tremulant

Prinzipal 8‘

Gedackt 8‘

Oktave 4‘

Blockflöte 4‘

Oktave 2‘

Sesquialtera

Scharff 4fach

Dulzian 16‘

Krummhorn 8‘

 

Tremulant

Gedackt 8‘

Flöte 4‘

Prinzipal 2‘

Waldflöte 2‘

Quinte 1 1/3‘

Scharffzimbel

Regal 8‘

 

Tremulant

Prinzipal 16‘

Subbaß 16‘

Offenbaß 8‘

Gedackt 8‘

Choralbaß 4‘

Quintade 4‘

Flöte 2‘

Rauschpfeife 4fach

Posaune 16‘

Trompete 8‘

Cornett 2‘

Zimbelstern

Schellenspiel

 


 

Außer der großen Orgel gibt es hier auch eine Truhen-Orgel ...

 

... und ein Harmonium.

 


 

Wie es weiter geht (ab Oktober 2018)

 

Wie bereits erwähnt, wurde die Orgel im September 2018 letztmalig in ihrem alten, desolaten Zustand gespielt

und anschließend abgebaut. Hier ein Bild von der bereits eingerüsteten Orgel:

 

 

Vom Baugerüst aus ergibt sich ein seltener, ungewohnter Blick ins Kirchenschiff:

 

 

Hier nun der feierliche Ausbau der ersten Orgelpfeife durch die Orgelbaufirma Flentrop aus Zaandam, NL:

 

 

Zahlreiche Pfeifenkisten stehen bereit, um die Orgelpfeifen aufzunehmen,

damit sie gut geschützt in die Niederlande transportiert werden können.

 

Diese bisherigen Elektromagneten der Registertraktur

werden ab sofort der Vergangenheit angehören.

 

Als kleiner, recht unscheinbarer "Ersatz" für die Zeit, in der die Kirche ohne ihre große Orgel auskommen muss,

hat die Firma Flentrop leihweise eine Truhenorgel zur Verfügung gestellt:

 

 

 

 

 

Beispiele für alte Original-Pfeifen.

 

 

 

Eine Spende für die Neu-Restaurierung der historischen Scherer-Bünting-Orgel

ist höchst willkommen, denn für die neue Orgel gibt es immer noch Finanzmittelbedarf.

Spenden sind auch in Form einer beurkundeten Pfeifenpatenschaft (ab 20,00 €) möglich:
 

moelln - sankt nicolai - 7400 - pfeifenpaten.jpg

 

Interessenten wenden sich bitte an den Orgelbauverein:

http://orgelbauverein-moelln.de/

 


 

Wenn die Arbeiten für die Neukonstruktion der Orgel planmäßig verlaufen,

folgen hier ab März 2021 die Informationen über das "neue" Instrument.

 


 

    

 

    

 


 

© Copyright: Thomas W. H. Koppermann, Bälau (Deutschland)